Reisebericht Südwesten der USA – Tag 20

09.05.2014 – Las Vegas

Tagesmeilen : 25
Meilen gesamt: 1811

Las Vegas - Stratosphere Tower

Der letzte Tag ist angebrochen. Wir stehen zeitig auf um unsere Koffer noch fertig zu packen und die letzten Reinigungsarbeiten durchzuführen. Die Rückgabe unseres Womo’s soll gegen 10 Uhr erfolgen. Um halb 9 verlassen wir den Campground und halten noch kurz beim Lake Mead Visitor Center. In Las Vegas nutzen wir die erst beste Tankstelle um vollzutanken und unseren Propangastank füllen zu lassen. Während der gesamten Reise war das für uns nicht nötig gewesen. Das Gas darf man nicht selber befüllen, sondern wird von dem Tankstellenpersonal erledigt. Mit gerademal 18 $ war der Propangasverbrauch in unserem Haushalt zu vernachlässigen.

Die Übergabe bei Roadbear verläuft schnell und problemlos. Wir ziehen noch unsere Betten ab und werfen sie in die vorgesehenen Kontainer. Unseren Grill und andere nützliche Utensilien übergeben wir Roadbear damit sie anderen Gästen zu gute kommen. Ein schönes System wie wir finden, schließlich haben wir zu Beginn unserer Reise auch davon profitieren können. Ehe wir uns versehen sitzen wir auch schon im Transfer-Shuttle was uns wieder in das Excalibur Hotel bringt. Abends machen wir noch etwas die Stadt unsicher. Wir fahren auf den Stratosphere Tower hoch und erfreuen uns an der Aussicht über das große Lichtermeer. Den Vulkanausbruch am Mirage nehmen wir auch noch mit, bevor wir müde und erschöpft in die Betten unseres Hotelzimmers fallen. Unsere Reise ist damit zu Ende gegangen. Uns bleibt jetzt nur noch einen großen Dank auszusprechen, für die hervorragende professionelle Unterstützung von SK-Touristik. Diesen Urlaub werden wir lange in guter Erinnerung behalten. Der nächste Urlaub ist bereits gebucht. Nur geht es diesmal nach Kanada.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 19

08.05.2014 – Seligman – Route 66

Tagesmeilen : 273
Meilen gesamt: 1786

Unsere Reise neigt sich langsam dem Ende entgegen. Um kurz vor 9  Uhr verlassen wir den Trailer Village Campground. Unser Kurs führt uns nochmal zum Grand Canyon Vistitor Center, wo wir parken und zum Mather Point laufen. Ein letztes Mal wollen wir über die Kante sehen, bevor wir in südliche Richtung den Grand Canyon verlassen.

Seligman – Route 66

Seligman - Route 66Die Straße leitet uns schnurgerade in die südliche Richtung, bevor wir auf die Interstate 40 auffahren. Heute ist unser letzter großer Fahrttag und wir müssen ordentlich Meilen schaffen. Bei Seligman verlassen wir die Interstate und fahren auf die legendäre Route 66. In Seligman wird der Hype um die Route 66 noch richtig groß geschrieben. Aber wer genau hinsieht, kann schnell erkennen, dass die besten Zeiten hier längst vorbei sind. Alles was irgendwie aus dieser Zeit stammt, wird hier am Straßenrand hübsch bunt drapiert. Ein paar alte Schlitten, teilweise mit platten Reifen, sind dekorativ in Szene gesetzt worden. Fast jedes Haus versucht hier mit Souveniers dem Besucher wenigstens ein paar Dollar zu entlocken. Je weiter wir die Straße entlang wandern desto verzweifelter scheinen die Ladenbesitzer zu werden. Klar, das Angebot wiederholt sich und die meisten Gäste haben ihre Dollars bereits in anderen Läden gelassen.

GPS: 35.326447, -112.873849

Hoover Dam

Hover DamKurz vor 14 Uhr treten wir dann die Weiterfahrt an. Unser Weg führt uns weiter über die Route 66 nach Kingman. Unser treues Wohnmobil will wieder gefüttert sein, bevor wir auf den Highway 93 Richtung Las Vegas wechseln. Am Hoover Dam machen wir noch einen kurzen Abstecher. Die Ausfahrt ist etwas schwer zu finden, man muss erstmal direkt am Dam vorbei und noch ein Stückchen fahren, bevor man rechts den Highway verlassen kann.

GPS: 36.010825, -114.769167

Wer den Hoover Dam überqueren möchte, muss eine Fahrzeugkontrolle über sich ergehen lassen. Aus Angst vor Anschlägen wird jedes Fahrzeug kontrolliert. Ein Beamter kommt an Bord und blickt in die Schränke. Die äußeren Staufächer werden auch überprüft, bevor wir nach wenigen Minuten die Fahrt fortsetzen können. Auf der anderen Seite des Hoover Dams gibt es mehrere Parkplätze. Im Vergleich mit dem Glen Canyon Dam ist der Hoover Dam weniger interessant für uns gewesen. Das mag zum einen an der scharfen Kontrolle gelegen haben, zum anderen ist die Landschaft drumherum aber auch nicht so schön. Nach unserer kurzen Besichtigungstour rollen wir die letzten Meter zum Lake Mead RV Village.

Lake Mead RV Village

GPS: 36.034478, -114.802953

Camping in the USA

Diesen Campground konnten wir nicht vorab reservieren, er ist aber groß genug, so dass wir ohne Probleme einen Platz bekamen. Auch sonst bietet das Lake Mead RV Village alle wünschenswerten Annehmlichkeiten. Neben Strom und Wasser haben wir auch direkten Abwasseranschluss. Das ist wichtig, weil wir ja noch unsere Tanks leeren müssen, bevor wir unser Womo morgen abgeben. Solange es noch etwas hell ist, packen wir unsere Koffer und bereiten den Camper auf die Übergabe vor. Neben uns haben wohlhabene Kanadier eingecheckt. Mit einem riesigen Gefährt von Wohnmobil sind sie angereist. Das Wohnmobile oft noch ein kleines Auto hinterherziehen, daran haben wir uns gewöhnt, aber dieser Anblick sprengt wieder alle Dimensionen. Ein riesiger Bus mit diversen Auszügen, mit Flatscreen an der Seite und übergroßen Gasgrill, dahinter ein langer Anhänger mit Fahrrädern, zwei Harley Davidson und noch ein Audi TT, lassen uns nur den Kopf schütteln. Für uns wäre das kein Womo-Feeling mehr. Aber mit der Ansicht stehen wir sicher nicht alleine da. Wir heizen ein letztes mal den Grill an und entfachen mit den verbleibenden Holzstücken ein kleines Lagerfeuer. Nachdem Leeren unserer Bier- und Whisky-Reste gehen wir etwas wehmütig zu Bett. An das Camperleben hatten wir uns so gewöhnt, dass wir ohne Probleme noch ein paar Wochen dranhängen würden.

 

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 18

07.05.2014 – Grand Canyon

Tagesmeilen : 0
Meilen gesamt: 1513

Fotogalerie Grand Canyon South Rim
360° Panorama Powell Point
360° Panorama Hopi Point

Grand Canyon - Hopi Point

Unseren Camper lassen wir heute wieder stehen. Wir fahren mit dem Shuttle wieder zum Visitor Center und laufen bis zum Marther Point. Auch heute ist es wieder kalt und recht neblig. Wir erkunden die Stationen der Kaibab Rim Route und fahren bis zur östlichen Endstation am Yaki Point. Das Wetter wurde immer schlechter und wir entscheiden erstmal ausgiebig zu pausieren. Bei der Bright Angel Lodge kehren wir ein. Hier kann man gut essen, und bezahlbar ist es auch. Nach unserer langen Mittagspause können wir draußen wieder die ersten Sonnenstrahlen entdecken. Es ist schon beachtlich wie schnell das Wetter hier umschlagen kann. Gut beraten ist, wer sich nach dem Zwiebelprinzip kleidet und je nach Wetterlage die Kleidungsschichten variieren kann. Wir treten wieder nach draußen und wandern ein Stück am Rim entlang. Der Rim Wanderweg führt direkt an der Kante entlang und ist weite Strecken sogar asphaltiert. Wer möchte kann vom östlichen Ende beim Yaki Point bis zum westlichen Ende bei Hermits Rest komplett an der Kante entlang wandern.

Nach dem ausgedehnten Spaziergang fahren wir weiter bis zur Station Hermits Rest. Jetzt steht der westliche Teil auf dem Programm. Am westlichen Ende der Strecke steht eine Baude wo man sich bei einem heißen Kaffee wieder aufwärmen kann. Zwischendurch ist es wieder stürmischer geworden. Der Bus bringt uns ein Stück zurück und wir nutzen jede Gelegenheit bei den Stationen die Aussicht über die weite Canyon-Landschaft zu genießen. Am Mohave Point wandern wir noch ein Stück an der Kante entlang in Richtung Hopi Point. Die Sonne steht schon wieder recht tief und beginnt die Landschaft zu verzaubern. Die knorrigen Bäume die überall an der Kante stehen lassen sich wunderbar als Vordergrund im Bild platzieren. Das Licht ist einfach traumhaft und lässt uns immer wieder zu den Kameras greifen. Manchmal sehen wir Wapitis, wie sie am Wegesrand an den Pflanzen zupfen. Sie lassen sich weder durch uns, noch durch die vorbeifahrenden Busse dabei stören. Am Hopi Point ist heute nicht viel Betrieb, in aller Ruhe können wir den Sonnenuntergang erleben. Die letzten Meter laufen wir weiter zum Powell Point. Wir müssen uns langsam beeilen um den letzten Bus noch zu erwischen. Wir alle sind vom vielen Laufen geschafft und freuen uns jetzt auf die bequemen Betten unseres Wohnmobils.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 17

06.05.2014 – Grand Canyon

Tagesmeilen : 147
Meilen gesamt: 1513

Little Colorado Canyon

Little Colorado CanyonKurz nach 8 verlassen wir den Wahweap RV Park und halten in Page nochmal kurz beim Walmart. Gegenüber ist auch gleich eine Tankstelle um den Durst unseres Campers zu stillen. Unser Weg führt uns über den Highway 89T vorbei an Tuba City. Kurz danach biegen wir rechts auf den Highway 64 ab, der uns direkt zum Grand Canyon führt. Einen kurzen Stop legen wir noch beim Little Colorado Canyon ein. Auch hier versuchen wieder Navajos ihre Souveniers zu verkaufen. Der Fluss ist nahezu trocken und auch sonst lohnt es sich kaum hier mehr Zeit zu verbringen. Wir stoppen nochmal ein paar Meter weiter beim zweiten Aussichtspunkt, hier bitten die Navajos bereits um eine freiwilligen Spende. Ich vermute, dass sich auch hier bald statt der Spende ein festes Eintrittsgeld etablieren wird. Nach ein paar Metern Fußmarsch bietet aber auch dieser Punkt nicht mehr interessantes als bei unserem ersten Stopp. Beim Bilderauswählen einige Zeit später, im fernen Deutschland, muss ich an dieser Stelle feststellen wie übersättigt wir mit Naturschönheiten nach den 2 ½ Wochen schon sind. In Deutschland würde der Little Colorado Canyon wahrscheinlich zu einem bedeutenden Naturdenkmal erklärt werden und jedes Jahr tausende von Besuchern anziehen. Während hier gerademal eine Handvoll Leute in Erwägung gezogen hat überhaupt anzuhalten.

GPS: 35.916138, -111.564493

Grand Canyon – South Rim

Fotogalerie Grand Canyon South Rim
360° Panorama Powell Point
360° Panorama Hopi Point

Wapitis auf dem CampgroundWir setzten Kurs auf den Grand Canyon National Park. Auch hier leistet uns der National Park Pass wieder gute Dienste. Als erstes erreichen wir den Desert View Watchtower den Punkt an dem es mir 2012 nahezu die Sprache verschlagen hat als ich das erste mal den Blick in den Grand Canyon schweifen ließ. Wir steigen aus dem Auto aus und es war richtig kalt. In Page hatten wir gerade noch unsere Eisreserven aufgefüllt und jetzt haben wir Temperaturen kurz über Null. An der Kante dann die Entäuschung, eine trübe Waschküche liegt vor uns die kaum zulässt die Weite dieses Naturwunders auch nur zu erahnen. Jetzt ist erstmal Souvenier-Frust-Shopping angesagt. Nach ausreichender Investition in diverse Utensilien, arbeiten wir uns langsam über die verschiedenen Aussichtspunkte weiter. Um 17 Uhr erreichen wir den Trailer Village Campground.

GPS: 36.052842, -112.115494

Eine nette ältere Dame erklärt uns wo wir unseren Platz finden können und was es sonst noch zu wissen gibt. Kaum haben wir unseren Stellplatz gefunden tauchen kurz darauf Wapitis direkt neben unserem Camper auf. Das ist ja hier fast wie im Streichelzoo. Ohne Scheu zupfen sie das frische Gras was zwischen den Parkflächen gewachsen ist. Die Tiere dürfen im Park nicht geschossen werden und erkennen daher den Menschen nicht als Bedrohung. Solange wir die Fluchtdistanz nicht unterschreiten können wir ohne Probleme so viele Fotos machen wie wir wollen.

Einen kleinen Abendspaziergang machen wir trotz der widrigen Wetterumstände dennoch, vielleicht hat sich ja der Dunst gelichtet. Direkt vor dem Trailer Village Campground hält der kostenfreie Shuttle Bus und bringt uns zum Visitor Center wo wir kurz aussteigen.

Grand Canyon - Powell Point

Von Mai bis September verkehren, im ausgebauten Teil des South Rim, kostenfreie Shuttlebusse. Über die drei Linien, Hermits Rest Route, Kaibab Rim Route und Village Route können nahezu alle Bereiche und Aussichtspunkte erreicht werden. Das Grand Canyon Visitor Center und die Station Hermits Rest Route Transfer bilden die Schnittpunkte zwischen den Linien und dienen als Umsteigeplätze. Große Bereiche in dem Gebiet sind nur bis diesen Shuttlebussen erreichbar. Alle frei befahrbaren Strecken haben mit knappen Parkplätzen zu kämpfen. Die Busse verkehren in der Regel von 6 Uhr morgens bis 1 Stunde nach Sonnenuntergang. Über die genauen Zeiten sollte man sich im Vorfeld informieren.

Weitere Infos zum Thema Shuttle Busse

Ein Blick über die Kante lässt uns hoffen, es ist bei weitem nicht mehr so dunstig wie vor einigen Stunden. Die Wetterbedingungen wechseln hier sehr schnell, was nicht zuletzt an der Höhe liegt in der wir uns befinden. Wir steigen wieder in den Bus und fahren, mit einmal umsteigen,  weiter bis zum Powell Point. Der Aussichtspunkt gilt als kleiner Geheimtipp wenn man einen schönen Sonnenuntergang erleben will. Im Gegensatz zum benachbarten Hopi Point ist dieser nicht so überlaufen. Und tatsächlich ist es hier verhältnismäßig ruhig. Nur eine Handvoll Fotografen tummeln sich auf den vorgelagerten Felsen. Der Wind pfeift ganz schön und treibt einem die Kälte ins Gesicht. Der Dunst hat sich verzogen und lässt die letzten Sonnenstrahlen ungehindert in den Canyon eindringen. Malerisch und kontrastreich tauchen sie die unzähligen Nebenschluchten des Grand Canyons in die schönsten Farben. Denise und Lothar sind schon zurück zum Campground gefahren, aber ich kann mich einfach noch nicht losreißen. Ich drücke noch unzählige male auf den Auslöser bevor auch ich mich zwinge zusammenzupacken um den letzten Bus zu erwischen.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 16

05.05.2014 – Lake Powell

Tagesmeilen : 41
Meilen gesamt: 1366

Antelope Canyon

Fotogalerie Upper Antelope Canyon

Upper Antelope Canyon

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Antelope Canyons. Gestern hatte ich versucht online eine Voranmeldung zur mittags stattfindenden Phototour zu tätigen. Leider habe ich noch keine Antwort bekommen. Um noch Plätze für die Photo-Tour zu bekommen setzten wir uns in Bewegung um vor Ort die Lage zu erkunden. Am Parkplatz werden wir schon die ersten Dollars los. Acht Dollar werden für die Navajo Nation erhoben bevor wir überhaupt auf den Parkplatz kommen.

GPS: 36.897419, -111.406311

Zur Erklärung: Der Antelope Canyon wird in den Upper Antelope Canyon und den Lower Antelope Canyon unterteilt. Beide befinden sich im privaten Besitz unterschiedlicher indianischer Familien und werden durch diese komplett vermarktet. Der schönere soll der Upper Antelope Canyon sein, ob dem so wirklich so ist, können wir nicht sagen, da wir beide noch nicht gesehen haben. Der Antelope Canyon ist ein Slot Canyon der durch die Enge im Inneren nur wenigen Menschen Platz bietet. Zur Mittagszeit bei wolkenfreiem Himmel scheint die Sonne direkt von oben in den Canyon was von den Besuchern im Inneren als Light Beams wargenommen wird. Abhängig von der Jahreszeit sind mehr oder weniger dieser Lichtkegel zu sehen. Die meisten können angeblich in der Jahresmitte bewundert werden.

Preise für den Upper Antelope Canyon 2014 pro Person

Normale Tour (1 Stunde ohne Stativ)
– 08:45 Uhr $25
– 10:00 Uhr $25
– 11:00 Uhr $40 (Prime Time)
– 12:00 Uhr $40 (Prime Time)
– ab 13 Uhr wieder $25
(Preise pro Person zzgl 8 $ für Navajo Nation Fee)

Photo-Tour (2 Stunden mit Stativ)
– 11-13 Uhr $80
(Preise pro Person zzgl 8 $ für Navajo Nation Fee)

Transport zum Antelope Canyon

Den Camper abgestellt, kämpfen wir uns an der Vielzahl an wartenden Touristen vorbei und stellen uns erstmal an. Es gibt zwei verschiedene Ticket, das einfache für 40 $ verbunden mit einem Aufenthalt von einer Stunde im Canyon und die Phototour für 80 $ mit zwei Stunden Aufenthalt. Wer ein Stativ einsetzen möchte muss zwangsweise die Photo-Tour buchen. Wir teilen uns auf. Auch wenn es unverschämt teuer ist, möchte ich auf ein Stativ nicht verzichten. Wenigstens ein paar schöne Bilder sollen dabei herausspringen. In der Photo-Tour sind noch wenige Plätze frei und so überlege ich nicht lange und bezahle den Betrag. Lothar und Denise buchen die einfache Tour. Um 11 Uhr soll es los gehen und 30 min vorher ist Treff.

Wir haben noch etwas Zeit und fahren auf die andere Straßenseite um beim Lower Antelope Canyon die Lage zu checken. Hier bietet sich das selbe Bild. Gerade sind zwei Reisebusse eingetroffen, die Menschentraube ist riesig. Ich erkunde noch schnell die Preise doch die meisten Touren sind bereits voll. Auch hier werden unterschiedliche Preise für Fotografen und normalen Besuchern aufgerufen. Fotografen erhalten einen “photo pass” und dürfen zwei Stunden ohne Guide in den Canyon. Der Preis dafür beträgt 42 $. Die Normalen Besucher werden auf die geführten Touren verteilt und müssen 18 $ pro Person bezahlen. Will man beide Schluchten an einem Tag besuchen muss man das schon verdammt gut zeitlich abstimmen. In dem Fall muss man die Navajo Gebühr auch nur einmal bezahlen.

GPS: 36.902719, -111.410550

Preise für den Lower Antelope Canyon 2014 pro Person

Normale Tour (1 Stunde ohne Stativ)
– 18 $
(Preise pro Person zzgl 8 $ für Navajo Nation Fee)

Photo Tour (2 Stunden mit Stativ)
– 42 $
(Preise pro Person zzgl 8 $ für Navajo Nation Fee)

weitere Infos
http://www.navajoantelopecanyon.com/tours.html
http://www.overlandcanyontours.com/
http://navajotours.com/

Antelope Photo Tour

Mit unserer Reservierung in der Tasche, fahren wir wieder zurück auf die andere Seite zum Upper Antelope Canyon. Es lohnt sich nicht mehr woanders hinzufahren um die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen. So verharren wir im Camper und beobachten wie die Besucherzahlen immer weiter ansteigen. Zur vereinbarten Zeit gehen wir zu der kleinen Baracke. Unser Guide fragt mich ob ich eine Plastiktüte habe, der Sand ist sehr fein und könne meine Technik beschädigen. Unnötig zu erwähnen, dass ein Objektivwechsel in keiner Weise zu empfehlen ist. Schön, dass er mir das erst jetzt sagt. Ich befolge seinen Rat und bastle mir noch hastig, aus einer Tüte und ein paar Gummies, einen Kameraschutz. Unsere Namen werden aufgerufen und den Geländefahrzeugen zugewiesen. Die Fotografen kamen in ein geschlossenes Fahrzeug, der Rest auf offene Pritschenwagen. Die Fahrt dauert ca. 15 min durch den Wüstensand bevor wir den kleinen Eingang zum Canyon erreichen. Denise und Lothar sind bereits im Canyon als ich mit der Phototour ankomme.

Touristen im Antelope Canyon

Wir gehen rein, mit mir sind noch gefühlt ca. 200 weitere Menschen in dem Canyon. Unser Guide erklärt uns schnell in welche Richtung wir Fotografieren sollen, und wo wir das Stativ positionieren müssen. Alle folgen brav den Anweisungen, keiner tanzt aus der Reihe. Trotz der verzweifelten Versuche unseres Guides, rennen immer wieder andere Besucher durch das Bild. Bei mehren Sekunden Belichtungszeit ist die Chance dafür auch relativ groß. Wir kämpfen uns weiter in den Canyon vor. Schnell macht sich ein Gefühl von Hektik breit. Angestachelt durch die lauten Rückfragen unseres Guides, wer gerade belichtet und wie lange der Sensor noch offen ist, beginne ich meine Umwelt auszublenden. So sehr das ich Denise und Lothar die mir entgegen kommen gar nicht mehr registriere.

Immer wieder holt sich unser Guide seine Infos von uns. Where is open? …. How long ? … twenty seconds … one more please … Ok, last picture…. Was für ein Stress. Von kreativer Fotografie weit entfernt. In dieser Hektik wird selbst ein 81 jähriger gehbehinderter Japaner auf seinem Rollstuhl rückwärts durch den tiefen Wüstensand gezerrt. Warum tut man sowas? Ehe wir uns versehen haben wir den 400 m langen Canyon durchkrochen und treten den Rückweg an. Meine Knie schmerzen bereits. Vielleicht haben wir auf dem Rückweg jetzt mehr Glück. Immer wieder zerstören durchlaufende Touristen die Aufnahmen. Die meisten sind der Meinung, wenn sie in gebückter Haltung durch das Bild rennen würden sie nicht zu sehen sein. Was für ein Trugschluss. Vielleicht ihre Art einer halbherzigen Entschuldigung. Bei den Beams wirft unser Guide immer wieder Sand in den Strahl was das Licht stärker zur Geltung bringt. Durch die sandhaltige Luft knirschen schon die Zähne. Augen und Nase bekommen natürlich auch genug ab. Wer hier sein Objektiv wechseln will kann gleich Sand in die Kamera füllen. Unser Guide versucht die Motive, welche auf dem Hinweg so überfüllt waren noch auf dem Rückweg für uns freizuhalten, wird aber immer wieder von anderen Guides zur Raison gerufen. Wie im Flug ist die Zeit vergangen und schon sitzen wir völlig eingestaubt und fertig im Auto, froh wenigsten ein paar Bilder im Kasten zu haben.

Phototipps:

Das ein Stativ und ein Kameraschutz (Plastiktüte) unabdingbar ist habe ich bereits erwähnt. Weiterhin wichtig ist ein Selbstauslöser, wer sich auf den internen Zeitgesteuerten Auslöser verlässt wird wahnsinnig und verliert wertvolle Zeit. Zu den Kameraeinstellungen habe ich mich für eine hohe Blende (16-22) und einer daraus resultierenden langen Belichtungszeit entschieden. Hohe Blende damit vom Vordergrund bis zum Hintergrund alles scharf ist. Den ISO-Wert kann man sicherlich anheben, nur führt der zur Zuname des Bildrauschens und wurde daher im unteren Bereich belassen (100-400). Vollformat Kameras vertragen in der Regel einen höheren ISO-Wert als APS-C Sensoren bevor das Rauschen sich auf die Bildqualität auswirkt.

Fazit:

Ob sich der Aufwand von 80 $ für ein paar Bilder lohnt muss jeder für sich beantworten. Fakt ist, die Phototour ist anstrengend und dreckig. Die Chance bei der normalen Tour qualitativ hochwertige Bilder zu bekommen ist bei Null. Es ist echter Massentourismus was von den  Navajos hier praktiziert wird. In Spitzenzeiten werden bis zu 1000 Menschen durch den Canyon gejagt. Ob man einer von ihnen sein will soll jeder selbst entscheiden.

Antelope Canyon Bootstour

Antelope Bootstour

Zur Entspannung fahren wir zur Antelope Point Marina. Der kleine Hafen liegt direkt hinter dem Lower Antelope Canyon, man muss die Straße nur weiter fahren. Eine kleine Bootstour kann jetzt zur Abwechslung nicht schaden, denken wir uns. Für 27 $ pro Person buchen wir einen Ausflug in den Antelope Canyon, den Teil der vom Wasser aus zu befahren ist. Die Tour dauert ca. 1 Stunde. Das Boot ist fast Rechteckig und bietet für ca. 20 Personen Platz. Mit dem kleinen Außenboarder steuert unser junger Steuermann das Boot in den engen Canyon. Vor jeder Biegung lässt er lautstark das Signalhorn ertönen. Nach ca. 30 min machen wir kehrt und fahren zurück. Eine schöne Tour aber nicht unbedingt ein “Must Have” auf dieser Reise.

GPS: 36.961105, -111.432399

Auf dem Rückweg zum Campground steuern wir noch zwei Fotostopps an, die wenige Meter hinter dem Eingang zur Recreation Area liegen. Den Rest des Tages entspannen wir.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 15

04.05.2014 – Lake Powell

Tagesmeilen : 167
Meilen gesamt: 1325

Abschied vom Monument Valley

Fotogalerie Monument Valley

Monument Valley

Die Nacht im Monument Valley war relativ windig, ständig schlugen irgendwelche Äste gegen den Camper und brachten uns um den Schlaf. Mein morgendlicher Gang zu den Duschen bringt die erste Ernüchterung. Zu, ich versuche es bei den Toiletten, ohne Erfolg. Völlig genervt trotte ich zurück zum Camper und nutze unser eigenes Minnibad. Für den Preis ist dieser Campground echte Abzocke. Gut, dass wir nur eine Nacht hier gestanden haben denke ich. Um halb 8 brechen wir auf. Ein dichte Wolkendecke liegt über uns, die ihren ganz eigenen Charme verbreitet. Sie taucht die Zeugenberge in ein fast mystisches Licht. Wir möchten diese Stimmung gern festhalten und fahren nochmals zum Visitor Center.

Navajo National Monument

Navajo National Monument

Wir lassen das Monument Valley hinter uns und fahren weiter nach Kayenta. Es ist wieder mal an der Zeit, den Durst unseres Campers zu stillen. Nach dem üblichen Kreditkarten-Roulette sind wir auf den Highway 160 abgebogen und folgen dem Straßenverlauf für 20 Meilen. Ein kleiner Exkurs zum Navajo National Monument steht jetzt auf dem Programm. Abgebogen auf die 564 sind es noch 10 Meilen bis zum kleinen Visitor Center. Hinter dem Haus können Dinosaurier-Fußabdrücke und altes Gerät betrachtet werden. Der 1,6 km lange, gut befestigte Wanderweg führt uns zur Kante des Betatakin Canyons. Währenddessen geben Schilder am Wegesrand Auskunft über die Flora und Fauna in diesem Gebiet. Der Aussichtspunkt am Ende bietet einen guten Blick auf die gegenüberliegenden Pueblo Ruinen. Die Bauten wurden im 13. Jahrhundert in große Felsnischen des Canyons hineingebaut und gelten bis heute als die besterhaltenen Bauwerke der Anasazi-Kultur.

GPS: 36.678008, -110.541300

Horseshoe Bend

360° Panorama vom Horseshoe Bend
Fotogalerie Lake Powell, Horseshoe Bend, Glen Canyon

Horseshoe Bend

Die Weiterfahrt zum Lake Powell gestaltet sich landschaftlich als weniger reizvoll. Erst als wir in die Nähe des Sees kommen, wird es wieder etwas interessanter. Kurz vor Page kommen wir an den beiden Teilen des Antelope Canyons vorbei, besser gesagt an den Parkplätzen, denn mehr ist vom Canyon nicht zu sehen. Der Besuch des Antelope Canyons ist aber erst für den nächsten Tag vorgesehen. Wir folgen dem Highway 98 bis zu einer T-Kreuzung die in den Highway 89 mündet. Unser Ziel ist nicht gleich Page sondern wir nutzen die Gelegenheit, zum Horseshoe Bend zu fahren. Der Parkplatz liegt keine zwei Meilen südlich von der T-Kreuzung. Als Horseshoe Bend wird hier eine hufeisenförmige Windung des Colorado Rivers bezeichnet. Ähnlich wie die beim Goosenecks State Park hat sich der Fluss tief in das Gestein gefressen.

Touristen

Dennoch sind beide nicht vergleichbar und in ihrer Farbwirkung völlig unterschiedlich. Vom Parkplatz aus sind es noch ca. 1,2 km Fußweg bis zur Kante. Der Weg ist teilweise sehr sandig und mit kleineren Steigungen versehen. An der Kante kann man direkt in die Tiefe blicken, kein Zaun oder Ähnliches wirkt sich störend auf den Bildaufbau aus. Lediglich verängstigte asiatische Touristen, die sich auf allen Vieren zur Kante vorarbeiten, verleihen der Szenerie etwas Abstraktes. Gaz ungefährlich ist die ganze Sache nicht, der Wind ist so böig, dass er mein Stativ umgerissen hat, als ich einen Moment lang unachtsam war, glücklicherweise ohne Kamera und in die richtige Richtung. Die Aussicht hier ist ohne Frage ein optisches Highlight und sollte auf jeden Fall erwandert werden, wenn man hier in der Gegend ist.

GPS: 36.876322, -111.500963

Glen Canyon Viewpoint

Fotogalerie Lake Powell, Horseshoe Bend, Glen Canyon

Glen Canyon Viewpoint

Ein kurzes Stück Richtung Page machen wir bereits unseren nächsten Stopp. Vom Parkplatz aus führt ein kleiner Pfad zu einem Viewpoint von wo aus man direkte Sicht auf die Glen Canyon Staumauer hat. Nach dem kurzen Abstecher kehren wir bei Denny’s ein. Für die Fullservice Restaurantkette können wir eine klare Empfehlung aussprechen. Hier gibt es echt leckeres Essen. Gleich in der Nähe haben wir auch einen Walmart gesichtet. Da heute nicht mehr viel auf dem Plan steht, füllen wir noch gleich unsere Bestände auf. Page lassen wir nahezu unberührt liegen und fahren gleich über die Brücke zum Glen Canyon Dam.

GPS: 36.923941, -111.477275

Glen Canyon Visitor Center

Fotogalerie Lake Powell, Horseshoe Bend, Glen Canyon

Aussichtsplattform Glen Canyon Dam

Auf der anderen Seite des Colorado liegt das Glen Canyon Visitor Center. Direkt dahinter befindet sich eine Aussichtsplattform, von wo aus man auf den angestauten See und die darunterliegende Staumauer blicken kann.  Im Visitor Center kann man sich auch zu einer Besucherführung anmelden, denn nur mit einer Führung hat man die Möglichkeit direkt auf die Staumauer zu kommen.

GPS: 36.934763, -111.485965

Auf dem Parkplatz werden wir auf ein werbewirksam platziertes, motorisiertes Floss aufmerksam. Auf unsere Nachfragen im Visitor Center  kann die Fahrt mit solch einem Floss hier nicht gebucht werden. Die Buchung erfolgt über eine Website oder vor Ort beim Colorado River Discovery Headquarter in Page, was auch gleichzeitig der Treffpunkt für die Touren ist.

http://www.dreamkatcherslakepowell.com/Auf_Deutsch/raft_the_canyon.html

GPS : 36.914708, -111.459481

Die Touren starten zwischen Mai und September zweimal täglich. Hätten wir für morgen Mittag nicht einen Besuch beim Antelope Canyon geplant, wäre die Floss-Tour sicher unser Favorit gewesen. Klar hätte man den Antelope Canyon auch auf Nachmittag verschieben können, doch die Beams bzw. Sonnenstrahlen, wofür der Canyon bekannt ist, treten nur zur Mittagszeit auf, wenn die Sonne senkrecht von oben in den Canyon scheint. Zu dieser Zeit wäre das Boot noch nicht zurück oder wir noch nicht aus dem Canyon heraus. Egal wie man es dreht, wer mittags in den Canyon will kann am selben Tag nicht Floss fahren. Aber man braucht ja auch Gründe, hierher zurückzukehren.

Nach dem Visitor Center steht jetzt nur noch das Einchecken auf dem Campground an. Wir haben zwei Nächte auf dem Wahweap RV Park reserviert. Die 25 $ Eintrittsgeld in die Recreation Area können wir einsparen, da uns unserer National Park Pass auch hier wieder gute Dienste leistet. Ob man den Eintritt auch zahlen muss, wenn man nur auf den Campground möchte, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Mit 108 $ für zwei Nächte liegt der Campground preislich im oberen Bereich. Dafür hat man direkten Blick auf den See und Full HookUp Sites. Vom Ambiente her kann dieser Campground unserer Meinung nach nicht mit den natürlich belassenen Plätzen in den National Parks mithalten. Dafür können hier auch Gäste mit überdimensionierten Luxus RVs stehen, die auf kleineren Campgrounds nie eine Chance haben würden. Die Anlage ist riesig und man sollte hier auch ohne Reservierung einen Platz bekommen.

Zum Thema Zeitumstellung möchte ich erwähnen, dass hier die Pacific Time (-9) gilt. Aber unserer Erfahrung nach ist es besser sich an den Uhren im Visitor Center zu orientieren. Generell sind wir mit dieser Lösung relativ gut gefahren, gerade im Hinblick darauf, dass die Navajos in ihren Reservationen wieder eine andere Zeit benutzen.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 14

03.05.2014 – Monument Valley

Tagesmeilen: 100
Gesamtmeilen: 1158

Goosenecks State Park

Fotogalerie vom Goosenecks State Park
360° Panorama im Goosenecks State park

Goosenecks State Park

Die Temperaturen sind bereits sehr angenehm und verleiten uns dazu, wieder einmal draußen zu frühstücken. Gegen 9 Uhr haben wir unsere Marschbereitschaft hergestellt und drehen den Bug unseres Wohnmobils nach Süden. Unser nächstes Ziel heißt Goosenecks State Park. Den Namen verdankt dieser winzige State Park den geschwungenen Schleifen des San Juan Rivers, die stark an Gänsehälse erinnern. Der Statepark ist vielmehr ein Aussichtspunkt mit einem Toilettenhäuschen. Es gibt kein Visitor Center oder ähnliches, nur die schöne Aussicht und zwei Stellplätze für Wohnmobile, die hier kostenfrei für eine Nacht stehen können. Der Blick von oben genügt uns nicht und so wagen wir den Abstieg auf ein ca. 30 Meter tiefer gelegenes Plateau. Durch schmale Felsnischen und über lockeres Gestein geht der Weg, welcher als solches aber nicht zu erkennen ist. Mehrere kleine Abbruchkanten müssen überwunden werden bis wir das Plateau erreichen und die Ruhe genießen können. Gigantisch, wie sich hier der Fluss in den Felsen geschnitten hat. Den Aufstieg ohne Blessuren überstanden, setzen wir unseren Weg weiter fort. Den Mexican Hat, ein Felsen der an einen Mexicaner Hut erinnert, lassen wir links liegen. Unserer Meinung nach ist da nicht viel zu sehen und die Straßen sind auch nicht befestigt, so dass wir uns gegen einen Besuch entscheiden.

GPS: 37.174461, -109.927305

Monument Valley

Fotogalerie - Jeep-Tour durchs Monument Valley

Auf der nahezu geradlinig verlaufenden, fotogenen 163 kündigt sich die berühmte Westernkulisse bereits in der Ferne an. An den Straßenrändern versuchen Navajos in teilweise recht verfallenen Bretterbuden ihre Souvenirs an den Mann zu bringen.

Geographisch gesehen liegt das Mounument Valley in zwei Bundesstaaten, Arizona und Utah, wobei der weit größere Teil in Arizona liegt. Mitten in der Navajo Reservation gelegen, gehört es mit seinen ca. 120 km² wohl zu den bekanntesten und beeindruckensten Naturdenkmälern von Arizona. Der 1958 eingerichtete Stammespark wird bis heute von der Navajo-Nation selbst verwaltet. Das Visitor Center ist über eine 3,5 Meilen lange Stichstraße, vom Highway 163 aus, zu erreichen und hat neben großen Souvenirshops auch eine Hotelanlage zu bieten. Das Monument Valley ist über eine sehr schlechte, holprige Straße erschlossen. Man benötigt schon Allrad und viel Bodenfreiheit, um sich auf diese Piste zu wagen. Es gibt einen öffentlichen Teil, wo man nicht alles zu sehen bekommt und einen Teil der nur mit einem Guide befahren werden darf.

Gegen Mittag erreichen wir das Visitor Center. Die Sonne steht schon hoch am Himmel und verhindert jegliche Schattenbildung der Tafelberge. Wir schlendern erst einmal durch das Gebäude und werden prompt von einem Navajo angesprochen. Er heißt Nelson und führt private Touren durch das Gebiet. Für 75 $ pro Person bekämen wir eine exklusive Tour in seinem offenen Jeep. Wir schlagen ein und verabreden uns zu 16 Uhr. Bis dahin beschließen wir, auf dem Campground bei der Gouldings Lodge einzuchecken. Der Preis von fast 80 $ pro Nacht empfinden wir mehr als nur happig. Dank ADAC – Mitgliedskarte gibt es einen kleinen Rabatt auf den Stellplatz. Der Stellplatz, den wir zugewiesen bekamen, war für unseren Camper fast zu klein. Zum Duschen sollte man durch den kleinen Verkaufsladen gehen, der auch gleichzeitig Rezeption war. Duschen können wir also nur während der Öffnungszeiten. Neben Strom und Wasseranschluss gibt es hier nichts weiter was es zu erwähnen lohnt, bzw. den Preis rechtfertigen würde.

Gouldings Camground Info

Kurz nach 15 Uhr fahren wir wieder zurück zum Visitor Center. Am vereinbarten Treffpunkt kommt uns Nelson bereits entgegen. Bevor es losgeht, will er noch schnell seinen Jeep volltanken fahren. Ich präparierte schon mal meinen Fotorucksack mit einem Regenüberzieher. Besser als nichts gegen den puderfeinen Sand im Monument Valley.

Filmcrew im Monument Valley

Vollgetankt ist Nelson zurück und wir starten die Tour. Schon nach ein paar Metern kommen uns die ersten Verrückten mit normalen PKWs entgegen. Schon vom bloßen Zusehen kann man erkennen, was das für eine Zumutung für Technik und Material ist. Uns schüttelt es ordentlich durch. Zu allem Überfluss taucht vor uns noch eine Filmcrew auf, die sich mit ihren großen Pferdetrailern wie Schnecken durch das Gelände quälen. Unser Guide ist da relativ schmerzfrei und nutzt jede Gelegenheit, die kriechenden Transporter zu überholen. Auf meine Frage nach dem Verschleiß an seinem Jeep meint Nelson, er müsse die Reifen alle 6 Monate erneuern und die Stoßdämpfer jeden Monat. Bei dieser Straße ist das auch kein Wunder.

John Ford's Point

Am John Ford’s Point angekommen, kann man gelegentlich einen reitenden Indianer auf einem Felsvorsprung ablichten. Wir haben leider Pech, das Pferd steht ohne Reiter einfach nur in der prallen Sonne. Als ich in der Nähe des Pferdes die Kamera zücke, kommt der Navajo hektisch angerannt und versucht mir zu vermitteln, dass ich für jedes Foto mit Pferd einen Dollar zahlen müsste. Schließlich steht das ja gut sichtbar auf seinem winzigen, handgemalten Pappschild. Ich gebe ihm 5 Dollar und mache zwei Fotos. Wenigstens stellte er das Pferd danach in einen kleinen Unterstand. Die Bretterbuden mit den vielen chinesischen handgefertigten Indianersouvenirs sind größtenteils noch leer. Wahrscheinlich ist noch keine Souvenirsaison am John Ford’s Point. Bald darauf erreichen wir einen kleinen eingezäunten Komplex mit einem Hogan in der Mitte. Hogans sind kuppelförmige, runde Behausungen aus Lehm und Erde, deren Gerüst aus Ästen und Stämmen besteht. Nelson erzählt uns, dass er hier geboren ist. Was für ein Zufall denke ich, wir waren 2012 schon einmal hier und unser Guide damals wurde auch hier geboren.

Felszeichnungen

Big Hogan

Wahrscheinlich sind alle Navajos der Region genau in diesem einen Hogan geboren worden. Aber vielleicht war es 2012 ja wirklich eine Verwandte von ihm, wir wissen es nicht. Weiter geht unsere Tour zu Felsstrukturen wie die The Hand, das Suns Eye und das Ear of the Wind um nur einige zu nennen. Beim Big Hogan, einer großen natürlichen Felskuppel mit Loch in der Mitte, trägt uns Nelson einen Stammesgesang vor und demonstriert so die beachtliche akustische Wirkung. Obwohl er vielleicht kein guter Sänger ist, verleiht die Darbietung von Nelson der ganzen Tour etwas Authentisches. Unser letzter Fotostopp führt uns zum Totem Pole, eine lange steinerne Felsnadel die ihrer Form nach an einen indianischen Totempfahl erinnert. Nach einigen Fotos treten wir nun langsam den Rückweg an und erreichen nach 2 ½ Stunden eingestaubt und durchgeschüttelt das Visitor Center.

Unser Guide

Fazit: Im Vergleich zur Tour von 2012 haben wir nicht viel anderes gesehen. Wir konnten aber selber bestimmen, wo wir mehr Zeit verbringen mochten. Dieser Umstand gestaltete die ganze Tour hinsichtlich des Fotografierens wesentlich flexibler. Auch war die Tour zeitlich gesehen etwas länger. Vom Licht her war es sicher besser als zur Mittagszeit. Den Reiz dieser Landschaft machen aber meiner Meinung nach die langen Schatten aus, die man nur am frühen Morgen oder abends zu Gesicht bekommt. Dafür war der Zeitpunkt noch zu früh gewählt. Vielleicht wäre man gut beraten, gleich eine Sunrise-Tour zu buchen oder zu einem noch späteren Zeitpunkt die Tour zu starten. Vielleicht beim nächsten Mal. Alles in allem war auch der erfrischende Smalltalk mit Nelson ein Bestandteil, der die Tour für uns zu einem schönen Erlebnis werden ließ.

Die Sonne ist schon langsam am Untergehen. Nun können wir auch das Postkartenmotiv der drei Tafelberge bei gutem Licht aufnehmen. Für den Vordergrund eignen sich ganz besonders zwei Felsen am Parkplatz, um im Bild platziert zu werden. Diese Aufnahme wurde sicher schon mehrere tausendmal gemacht, ist aber immer noch ein schönes Motiv. Zurück auf dem Campground sind der Laden und die Duschen bereits geschlossen. Klar, wer kommt auch auf die Idee, um 19 Uhr noch duschen zu wollen. Unser RV hatte zwar auch eine Dusche, aber gerade wenn man so eingedreckt ist wie wir, genießt man gerne die Vorteile einer größeren Duschkabine. Wir sind frustriert und nutzen Zähneknirschend unsere Bordeigene Dusche. Den Sand werden wir noch Tage später im Bad wiederfinden. Zum Abschluss des Tages heizen wir den Grill an und spülen den Staub im Hals mit ein paar Bieren hinunter.

Panorama Abendstimmung am Visitor Center

 

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 13

02.05.2014 – Moab Corona Arch

Tagesmeilen: 151
Gesamtmeilen: 1058

Arches National Park – Double Arch

360° Panorama unter dem Double Arch

Double Arch

Kurz nach den ersten Sonnenstrahlen springen wir aus den Federn. Ein wenig wehmütig ist uns zumute angesichts der Tatsache, dass wir heute einen der schönsten Campgrounds, die der amerikanische Westen zu bieten hat, verlassen müssen. Wir packen unsere Sachen zusammen, verstauen die Campingstühle und lichten die Anker. Das schöne Morgenlicht wollen wir natürlich nutzen und dem Double Arch einen morgendlichen Besuch abstatten. Der Double Arch befindet sich bei der Windows Section, die wir bereits besucht hatten. Der doppelte Steinbogen liegt aber nur früh in gutem Licht, weswegen wir ihn am ersten Tag bewusst ausgelassen haben. Am Parkplatz ist noch nichts los. Wir stellen unseren Camper ab und laufen den 400 Meter langen Pfad zum Double Arch. Auf der rechten Seite des Weges sind seltsame Felskammern zu erkennen. Vielleicht werden diese in einigen Jahrtausenden auch zu Steinbögen, wenn die Arches der Gegenwart bereits eingefallen und verwittert sind. Der Double Arch macht seinem Namen alle Ehre, zwei gewaltige Steinbögen überragen unsere Köpfe. Wie in einer Kathedrale ist man gezwungen, immer wieder nach oben zu schauen. Der Double Arch ist ein wirklich würdigen Abschluss unserer Zeit im Arches National Park. Doch nun heißt es dem Park den Rücken zu kehren. Vorbei am Balanced Rock und den Courthouse Towers fahren wir die Serpentinen wieder herab und lassen den unvergleichlichen Park der vielen Steinbögen hinter uns.

GPS: 38.688119, -109.538621

Moab – Wanderung zum Corona Arch

Fotogalerie - Wanderung zum Corona Arch

RB_0064Kaum einer weiß vielleicht, dass die Gegend um Moab herum auch viel Landschaftliches zu bieten hat, unter anderem auch viele Steinbögen. Im Schatten der beiden großen National Parks Canyonlands und Arches gelegen werden die landschaftlichen Highlights um Moab wohl gerade von Erstbesuchern eher selten angesteuert. Bei uns ist das leider auch so, aber wir wollen ja wiederkommen. Ein Highlight dieser Region steht aber dennoch auf unserer Liste. Unser zweites Tagesziel führt uns zum Corona Arch. Dazu müssen wir gleich nachdem wir, am Visitor Center des Arches vorbei, wieder auf die Hauptstraße gefahren sind, sofort wieder rechts auf die Potash Road 279 abbiegen. Links von der Straße begleitet uns der Colorado und zu unserer Rechten üben sich immer wieder Kletterwillige an den steil aufragenden Felswänden. Wir folgen der Straße für etwa 9 Meilen, bevor wir rechts auf einem sandigen Parkplatz unseren Camper abstellen. Vom Parkplatz führt der Weg recht steil hinauf zu den Bahngleisen der Potash Railroad. Davor befindet sich ein Schreibpodest mit einem Buch, in das man sich eintragen sollte. Wir folgen dem schmalen Pfad über die Bahnschienen. Teilweise lockere Steine erfordern, wie so oft, festes Schuhwerk. Für wenige Momente kommt hier auch ein leichter Anschein von Kraxelei auf, um das teilweise schwierige Gelände zu überwinden. Alle paar Meter zeigen uns wieder die bewährten Steinmännchen den Weg.

Kakteen

Auf dem Boden blühen überall Kakteen und Pflanzen, die wir sonst nur aus heimischen Blumentöpfen her kennen. Immer wieder erfreuen wir uns an ihrer Pracht und entlocken uns so manches Foto. Wir sind froh, uns für diese Reisezeit entschieden zu haben. Im Hochsommer werden hier wohl keine Blüten mehr zu sehen sein und auch die Temperaturen sind bei weitem nicht mehr so erträglich wie jetzt. Nach der Kraxelei geht es mehr oder weniger ebenerdig auf dem Felsplateau entlang. Einige kurze und sehr steile Bereiche sind mit Ketten oder Leitern versehen worden, um ein leichteres Klettern zu ermöglichen. Aus der Ferne können wir den Corona Arch bereits sehen. Das letzte Stück läuft man im Bogen an der Felswand entlang. Den Blick auf den Corona Arch gerichtet, eröffnen sich immer neue Perspektiven.

Bowtie Arch

Auf der linken Seite passieren wir den Bowtie Arch einen kleineren aber nicht uninteressanten Steinbogen, bis wir letztendlich den Corona Arch erreichen und diesen mit seinen 42 Metern Spannweite und 32 Metern Höhe in all seiner Schönheit bewundern können. Nicht zu Unrecht trägt er den Beinamen Little Rainbow Bridge, abgeleitet von einer riesigen Natural Bridge bei Page. Der Bekanntheitsgrad vom Corona Arch hat zwar in den letzten Jahren stark zugenommen, ist aber bei weitem noch nicht so überlaufen wie seine berühmten Vertreter in den namenhaften National Parks. Nicht zuletzt mag das auch an etwas erschwerten Zugänglichkeit liegen. Wir sind froh diesen Steinbogen mit in unser Programm aufgenommen zu haben und nehmen uns vor, beim nächsten mal mehr um Moab herum zu erkunden. Nach einem ausgedehnten Aufenthalt und vielen Fotos wandern wir zurück zum Camper und verlassen den für diese Reise letzten Arch.

Corona Arch

Höhenunterschied: 110 m
Länge 4,8 km
Zeitbedarf: 2-3 Stunden
Ausrüstung: feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser
GPS: 38.574243, -109.632749

Newspaper Rock

Newspaper Rock

Zurück in Moab ist es wieder Zeit die Vorräte aufzufrischen. In Moab gibt es auch einen Liqueur Store, für den Bedarf, der im normalen Supermarkt nicht gedeckt werden kann. Viel steht dann heute nicht mehr auf dem Programm, außer ein kleiner Abstecher zum Newspaper Rock. Wir rollen in Richtung Süden aus Moab heraus. Nach ca. 40 Meilen biegen wir rechts ab auf die 211 und folgen ihr für weitere 12 Meilen. Der Newspaper Rock ist ein Felsen, der von den Ureinwohnern als Zeichenfläche benutzt wurde. Die dunkle Oberfläche des Gesteins wurde weggekratzt, bis die hellere untere Schicht zum Vorschein kam. Einige Petroglyphen sollen über 1500 Jahre alt sein, andere sind sicher jüngeren Datums. Nach einem kurzen Fotostop fahren wir die 12 Meilen wieder zurück und weiter über Monticello nach Blanding zu unserem Campground.

Blue Mountain RV Park

Blue Mountain RV Park - Campground Info

Auf dem Blue Mountain RV Park angekommen schlagen wir für heute unser Nachtlager auf und genießen die Vorzüge des Campgrounds. Landschaftlich gesehen kann der Blue Mountain RV Park zwar nicht mit Campgrounds wie Devils Garden oder Willow Flat mithalten, hat dafür aber andere Qualitäten. Denise nutzt unser zeitiges Eintreffen und setzt eine Ladung Wäsche an. Nach knapp zwei Wochen hat sich eben doch einiges angesammelt. Der Campground hat einen eigenen Waschraum mit mehreren Waschmaschinen und Trocknern die allesamt mit Vierteldollarmünzen gefüttert werden. Auch unsere Wasserreserven frischen wir wieder auf und leeren den Grau- bzw. Schwarzwassertank. Natürlich gibt es hier auch Strom und so für uns die Möglichkeit mal wieder zu toasten, die Kaffeemaschine zu gebrauchen und leere Akkus zu laden.

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 12

01.05.2014 – Arches National Park

Tagesmeilen: 20
Gesamtmeilen: 907

Gut ausgeruht, klettern wir gegen 7 Uhr aus den Federn. Wir brauchen uns heute nicht hetzen und auch sonst wollen wir es gemächlicher angehen lassen. Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team, und kommen auch auf engstem Raum gut zurecht. Nach dem Frühstück machen wir noch kurz klar Schiff und schon geht es wieder los. Die Stühle und den Grill lassen wir als Zeichen unserer Belegung an der Campsite zurück. Auf einem deutschen Zeltplatz würden wir das wahrscheinlich nie tun, aus Angst die Sachen würden Beine bekommen.

Devils Garden Landscape Arch

Fotogalerie 2 Arches National Park
360° Panorama am Landscape Arch

Landscape Arch

Unser erstes Tagesziel liegt direkt vor den Toren des Campgrounds. Devils Garden wird dieses Gebiet genannt. Es beheimatet die meisten Felsbögen im Arches National Park. Der große Parkplatz verrät uns bereits jetzt schon wie hoch die Besucherzahlen dieser Gegend sein können. Glücklicherweise ist er aber gerade nahezu leer, vermutlich weil es noch sehr früh ist. Am Parkplatz befinden sich zwei Toilettenhäuschen, und eine Möglichkeit Trinkflaschen aufzufüllen. Wer die komplette 11,5 km lange Wanderung über den Devils Garden Primitive Loop beginnen möchte, sollte diese letzte Gelegenheit unbedingt nutzen und seine Flaschen auffüllen. Auf diesem ambitionierten Trail wird kein Steinbogen ausgelassen. Die bekanntesten Vertreter sind wohl der Landscape Arch, der Pine Tree Arch, Tunnel Arch, Double-O-Arch und der Private Arch. Über Nebenstrecken können noch der Navajo Arch und der Partition Arch erreicht werden. Wir begnügen uns mit dem leicht zu erreichenden Landscape Arch. Gerade mal 1,2 km ist dieser vom Parkplatz entfernt. Der Weg ist noch gut befestigt, nur am Ende wird es dann langsam sandiger, so dass feste Schuhe wieder von Vorteil sind. Diverse Steinsäulen und skurriele Felsformationen säumen unseren Weg. Kurz nach dem Eingang können wir auf der rechten Seite bereits den Tunnel Arch bestaunen. Kurz danach gabelt sich der Pfad. Es lohnt sich auf jeden Fall die kurzen Stichpfade zum Pinetree Arch und Tunnel Arch mitzunehmen. Der Weg ist völlig frei von anderen Besuchern, was unsere kleine Wanderung noch angenehmer gestaltet. Wer wie wir die Ruhe genießen möchte, dem kann ich die frühe Tageszeit nur empfehlen. Der Landscape Arch selber ist nur noch ein schmales Band aus Stein. Mit seinen 93 Metern Spannweite ist er dennoch recht imposant. Unter dem Arch befinden sich noch gut sichtbar die Bruchstücke, die sich 1991 vom Bogen gelöst haben. Ein 60 Fuß langes, 11 Fuß breites und 4 Fuß dickes Stück krachte damals herunter. Grund genug für die Parkleitung, den Bereich abzusperren. Nach und nach tauchen auch die ersten Touristen auf und erleichtern uns die Entscheidung langsam den Rückweg anzutreten. Hier stehen jetzt schon die ersten Reisebusse und setzen jede Menge Touristen frei.

Höhenunterschied: 45 m
Länge 2,4 km
Zeitbedarf: 1-2 Stunden
Ausrüstung: feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser
Beste Zeit: Frühjahr und Herbst, früher Vormittag
GPS: 38.782843, -109.594965

Broken Arch

Broken Arch

Wir beschließen unterdessen, ein paar Meter auf dem Scenic Drive zurück zu fahren. Vorbei am Eingang zum Camground ist es der erste Parkplatz auf der linken Seite. Von hier aus startet ein kurzer Loop-Trail zum Broken Arch.  Der Weg führt quer über eine große Ebene bis zum Steinbogen und verläuft dann weiter, vorbei an kleinen Canyons und Slickrocks, weiter zum Campground.

Höhenunterschied: 0 m
Länge 3,2 km inklusive Loop
Zeitbedarf: 1-2 Stunden
Ausrüstung: feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser
GPS: 38.764706, -109.583496

Sand Dune Arch

Sand Dune Arch

Der Sand Dune Arch hingegen liegt sehr dicht bei der Straße und kann ebenfalls von diesem Parkplatz erreicht werden. Man läuft lediglich ein paar Schritte und biegt dann rechts in die Felslandschaft ein. Durch die gute Beschilderung kann der zwischen hohen Wänden liegende kleine Arch kaum verfehlt werden.

Die Sonne steht mittlerweile hoch am Himmel. Wir beschließen zum Campground zurück zu fahren und Mittagspause zu machen. Ein wenig Erholung kann ja nicht schaden und erhöht auch die Chance auf eine abendliche Wanderung zum Delicate Arch. Denise nutzt die Gelegenheit, ein wenig Sonne zu tanken, während wir uns um den Grill kümmern. Bei der Hitze und vollem Magen war es ohnehin sinnvoller im Schatten etwas zu relaxen.

Wanderung zum Delicate Arch

360° Panorama beim Delicate Arch

Delicate Arch

Nach unserer ausgedehnten Mittagsruhe geht es gegen 16:30 Uhr los. Ziel ist der Parkplatz bei der Wolfe Ranch. Der Name geht auf den alten Siedler John Wesley Wolfe zurück, der hier mit seinem ältesten Sohn im Jahr 1888 einen Platz zum Siedeln suchte. Neben dem erhaltenen Haus der Wolfe’s befindet sich hier auch der Trailhead einer der schönsten Wanderungen im Parkgebiet. Mit ihren 2,4 Kilometern einfacher Strecke mag sie nicht sehr lang erscheinen, sollte aber nicht unterschätzt werden. Nicht umsonst gehört sie zu den eher anstrengenden Wanderungen im Arches National Park. Die ersten 800 Meter sind gut zu bewältigen und führen uns über einen gut erkennbaren Pfad, bis wir eine steil ansteigende Felsplatte erreichen. Ab hier beginnt der schwierigere Teil. In der Ferne können wir Menschen erahnen, die sich wie Ameisen über die Felsen bewegen. Ein Weg ist als solches nicht mehr zu erkennen, nur die liebevoll errichteten Steinmännchen bieten uns eine gute Orientierungshilfe. Wirklich verlaufen kann man sich hier nicht. Die Gefahr besteht lediglich darin, auf unwegsame Abschnitte zu gelangen, die unnötig den Aufstieg erschweren. In winzigen Felsnischen blühen immer wieder kleine Blumen, die scheinbar auf dem kahlen Untergrund gut überleben können. Immer weiter gehen wir den Felsen hinauf. Die Strecken, wo wir ebenerdig laufen können, sind eher die Ausnahme. Erschwerend kommt hinzu, dass es auf dem ganzen Trail fast keinen Schatten gibt. Das letzte Stück führt auf der linken Seite einer Felskante entlang. Der große Felsen dicht vor uns verwehrt jede freie Sicht, langsam arbeiten wir uns am monumentalen Gestein vorbei. Irgendwo hier muss er doch sein, denke ich, als sich wie aus dem Nichts vor uns eindrucksvoll das Panorama des Delicate Arch eröffnet. Den Vordergrund bildet ein steinernes Amphitheater, an dessen Hängen Fotobegeisterte nach den besten Plätzen suchen. Alle warten auf das beste Licht, wenn die untergehende Sonne den Delicate Arch vor den schneebedeckten Gipfeln der La Sal Mountains leuchtend rot erstrahlen lässt. Der Anblick lässt uns alle Anstrengungen vergessen und entlohnt uns für jede Mühe, einfach breathtaking, wie die Amerikaner sagen. Gestärkt von diesen schönen Impressionen gestaltet sich der Rückweg wesentlich einfacher, zumal es nur noch bergab geht. Am Parkplatz angekommen, ist die Sonne schon fast untergegangen. Gegen halb neun starten wir unser Wohnmobil und fahren zurück zum Campground. Abschließend betrachtet, ist diese Wanderung für uns zweifelsohne eines der Highlights unserer dreiwöchigen USA-Reise gewesen.

Höhenunterschied: 146 m
Länge 4,8 km
Zeitbedarf: 2-3 Stunden
Ausrüstung: feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser
Beste Zeit: später Nachmittag, Abend
GPS: 38.735081, -109.520447

Reisebericht Südwesten der USA – Tag 11

30.04.2014 – vom Mesa Arch zum Arches National Park

Tagesmeilen: 100
Gesamtmeilen: 887

Canyonlands – Sonnenaufgang beim Mesa Arch

Besucher vor dem Mesa ArchEs war noch völlig dunkel als uns der Wecker 5:30 Uhr unsanft aus dem Schlaf gerissen hat. Kaum waren die Augen auf, musste ich mir schon die ersten Flüche meiner Mitreisenden anhören. Aber mir ging es ja selbst nicht besser. Grund für dieses etwas zeitigere Aufstehen war unser erstes Tagesziel, der Sonnenaufgang beim Mesa Arch. Aus diversen Quellen haben wir erfahren, dass man hier am frühen Morgen selten allein ist. Aus diesem Grund hatten wir auch diesen Campground so gewählt, dass die Anfahrtstrecke so kurz wie nur möglich war. Lediglich zwei Meilen liegt der Mesa Arch von unserem Campground entfernt. Auf jeden Fall viel besser wie in der Früh von Moab aus anzureisen. Dann hätten wir noch eine gute Stunde früher austehen müssen. Das Frühstück  wurde heute kurzerhand verschoben und so verlegten wir umgehend zum Parkplatz beim Mesa Arch.

GPS: 38.389435, -109.868545

Mesa ArchWir waren am Vortag schon einmal hier gewesen und haben den Trail und meinen bevorzugten Fotoplatz erkundet. Die Menge der Autos am Parkplatz ließ nichts gutes hoffen. Die Zeit wann die Sonne aufgeht, hatten wir von einer Tafel im Visitor Center. Wir hatten noch ca. 30 Minuten Zeit, als wir den Steinbogen in einiger Entfernung sehen konnten. Ich trauten meinen Augen kaum, ein große Menschenkette stand dicht an dicht gedrängt vor dem Mesa Arch. Ich hatte sofort schlechte Laune. Vom Laien, der es aus der Hand versuchte, bis zum Profi mit schwerem Gerät war hier alles vertreten. Die Stative standen ineinander dicht verkeilt. Keine Chance für mich hier noch einen Platz zu bekommen. Der Versuch hinter der Reihe noch eine Position zu finden, von wo aus sich der Bogen ablichten ließ, scheiterte kläglich, als plötzlich jemand in der Reihe aufgab. Ich zögerte zunächst eine Anstandssekunde. Vielleicht überlegt er es sich ja noch, dachte ich, doch er steckte seine winzige Kamera weg. Überaus glücklich stürmte ich in die kleine Lücke und baute mein Stativ auf. Die Sonne konnte kommen dachte ich, als zu allem Übel noch eine dicke Wolke die erwartete Sonnenposition enigenommen hat. Nach einer Weile verzog sie sich aber langsam und gab die Sonne frei. Ungehindert konnte nun unser Zentralgestirn endlich seinen Dienst verrichten und die graue Unterseite des Mesa Arch in ein leuchtendes Orange verwandeln. Um mich herum hörte man unermüdlich das Auslösen der Kameras. Der Rest unserer Womo-Crew hielt sich im Hintergrund auf, sie beäugten aus sicherer Entfernung das muntere Treiben der Menschenreihe. Nach einer halben Stunde war der Spuck vorbei und die meisten brachen Ihre Zelte ab. Auf dem Rückweg kamen uns dann noch ein paar verstörte Asiaten entgegen, die wohl eindeutig den Zug verpasst haben.

Dead Horse Point State Park

Dead Horse Point

Wir fuhren jetzt erstmal weiter Richtung Osten und Parkausgang. Kurz nach Verlassen des Canyonlands National Parks bogen wir rechts zum Dead Horse Point State Park ab. Wir folgten der Straße in südlicher Richtung. Beim Visitor Center stellten wir uns auf den leeren Parkplatz und machten erstmal Frühstück. Am Dead Horse Point Overlook hatten wir dann einen grandiosen Ausblick auf die Schleifen des Colorado Rivers.

GPS: 38.470458, -109.739284

Die letzten Tage hatten wir unsere Vorräte merklich dezimiert und auch in Hanksville konnten wir die Reserven nur bescheiden auffüllen. Zu gern wäre ich gleich von hier aus in den Arches gefahren, doch Denise hatte Recht, wir brauchten Nachschub. So machten wir vorerst einen Abstecher in das südlich gelegene Moab. Neben Einkaufen und Tanken nutzten wir die Gunst der Stunde um mal wieder etwas Fast Food zu konsumieren. Wendy’s soll ja besonders lecker sein, was wir an dieser Stelle aber nicht bestätigen können. Gegen 13 Uhr waren Vorräte und Mägen gefüllt und wir konnten zum Arches National Park rollen.

Eingang Arches National Park

Fotogalerie 1 Arches National Park

Keine 3 Meilen nördlich von Moab befindet sich direkt nach dem Eingangsportal auch das Visitor Center des Parks. Der eigentliche Park selbst liegt ca. 400 Meter höher. Dieses Niveau wird über die 18 Meilen lange Parkstraße erreicht die sich gleich zu Beginn mit einigen Serpentinen in diese Höhe schraubt. Beim erklimmen der Steigung kann man gut die breite Straße nach Moab sehen, wie sie überbreit in einem Tal zwischen Canyonlands und Arches liegt.

Die First Nations dieser Region glaubten in den Arches versteinerte Regenbögen zu erkennen. Trotz Wissenschaft und Technik verloren diese wundersamen Naturgebilde keinen Teil ihrer Faszination. Durch fehlende Straßen blieben diese Bögen lange Zeit unentdeckt. Und somit auch die Tatsache, dass die weltweit größte Ansammlung von ihnen sich nur 12 Meilen von Moab entfernt befand. Erst so genannte Arch-Hunter verhalfen der Gegend zu mehr Berühmtheit. Auf der Suche nach immer neuen Bögen durchkämmten sie das Land in der Hoffnung den einen großen noch völlig Unbekannten zu finden. Mittlerweile geht man davon aus, dass sich ca. 1.500 – 2.000  Arches in dem National Park befinden. Die kleineren Exemplare werden gar nicht erst registriert.

Park Avenue

Park Avenue

Nach erreichen des Plateaus beginnt der ca. 18 Meilen lange Scenic Drive. Er allein ist schon überaus sehenswert und ein Highlight für sich. Auf der linken Seite gleich nach den Serpentinen erreichten wir die Park Avenue, eine riesige geradlinige Felswand die sich wie eine hohe Mauer in das Gelände erstreckt. Von hier aus führt ein leichter Trail hinunter in den schönen Canyon durch den Courthouse Wash zu den Courthouse Towers. Das einzige Problem, entweder man lässt sich beim Parkplatz der Courthouse Towers abholen oder man muss den gesamten Weg wieder zurücklaufen.

Start: Park Avenue Parkplatz
Ende: Courthouse Towers Parkplatz
Höhenunterschied: 98 m
Länge 1,6 km einfache Strecke
Zeitbedarf: 30-60 Minuten
Ausrüstung: feste Schuhe, Sonnenschutz, Wasser
Beste Zeit: Frühjahr und Herbst, später Nachmittag, abends
GPS: 38.624366, -109.599605

Courthouse Towers

Unseren nächsten Fotostopp legten wir bei den Courthouse Towers ein. Ein Gebiet in dem es Felsformationen mit so klangvollen Namen wie Tower of Babel, The Organ oder Three Gossips gibt. Die senkrechten Felswände der monumentalen Bauwerke bilden eine dankbare Kulisse zu beiden Seiten der Straße. In der Ferne kann man gut die schneebedeckten Gipfel der La Sal Mountains sehen. Zwischen Park Avenue und Courthouse Towers gibt es sogar einen eigens dafür eingerichtenten La sal Mountains Viewpoint auf der rechten Seite.

GPS: 38.637059, -109.600079

Balanced Rock

Balanced Rock

Die nächsten 5 Meilen haben eher wenig Interessantes geboten, bis wir den Parkplatz des Balanced Rock erreichten. Schon aus der Entfernung konnten wir die Gründe für die Namensgebung erahnen. Ein hunderte Tonnen schwerer Felsblock balanciert auf einem verhältnismäßig kleinen Sockel. Der 500 Meter kurze Rundweg ermöglicht Perspektiven von jeder Seite und lohnt es sich auf jeden Fall, die 30 Minuten Zeit zu investieren. Gleich hinter dem Parkplatz biegt rechts eine Straße zur Windows Section ab. Wir folgten ihr und hielten auf der linken Seite beim Garden of Eden. Hier machten sich diverse Bergsteiger an den steil aufragenden Felsnadeln zu schaffen. Nach kurzem Durchstreifen des Geländes und diversen Fotos beschlossen wir noch nicht zur Windows Section zu fahren, sondern auf das bessere Licht am späten Nachmittag zu warten.

GPS: 38.701795, -109.566526

Delicate Arch Viewpoint

Wir fuhren also zurück auf die Hauptstraße des Scenic Drives und folgten ihr für ca. 2,6 Meilen bis wiederum rechts eine Straße zum Delicate Arch abzweigte. Vorbei an der Wolfe Ranche, dem Trailhead zum Delicate Arch, fuhren wir weiter zum Delicate Arch Viewpoint. Der kurze aber ansteigende Weg führte hinauf zu einem Viewpoint, von wo aus der Arch quer über einen Canyon blickend gesehen werden konnte. Das war nicht der bekannte Trail zum Delicate Arch, dafür war er aber um einiges leichter zu bewältigen. Wer sowieso vor hat zum Delicate Arch zu wandern kann diesen Viewpoint gerne weglassen und auf den eher unspektakulären Blick verzichten. Wer aber die Anstrengungen der Wanderung scheut, hat hier zumindest die Möglichkeit, den Delicate Arch aus der Ferne zu sehen.  Zurück am Wohnmobil haben wir noch eine ausgedehnte Kaffeepause eingelegt.

GPS: 38.734012, -109.502339

Windows Section

Windows Section

360° Panorama zwischen North und South Windows und dem Turret Arch

Mittlerweile war es 17 Uhr geworden. Das ersehnte Nachmittagslicht war da und somit Zeit für uns zur Window Section zurückzukehren. Beim Balanced Rock bogen wir wieder ab und fuhren diesmal weiter bis zum Ende der Stichstraße. Die Windows Section ist einen große Ansammlung von Steinbögen vor dem Hintergrund der schneebedeckten La Sal Mountains. Das North und South Window, der Turret Arch und der Double Arch gehören wohl zu den bekanntesten Vertretern in dieser Gegend. Was sie natürlich dadurch auch zu den meist fotografierten Steinbögen macht. Wir hatten Glück. Es waren verhältnismäßig wenig Menschen beim North und South Window. So konnten wir das North und South Window in intensiven Farbtönen nahezu ungestört genießen. Wenige Meter westlich liegt der Turret Arch in vollem Gegenlicht. Wer aber auf die andere Seite geht, kann den Turret Arch mit Blick auf North oder South Window ablichten. Ein Bogen im Bogen könnte man sagen. Den 1,6 km langen Rundweg haben wir selber gar nicht genutzt, sondern uns vielmehr vom Licht leiten lassen. Ein weiteres Highlight der Windows Section, aber etwas weniger frequentiert, ist der Double Arch. Dieser kann nach kurzer Wanderung vom zweiten Parkplatz aus erreicht werden. Den Double Arch fotografiert man am besten morgens. Am Nachmittag liegt er gänzlich im Schatten und ergibt so kein schönes Fotomotiv, weshalb wir den Besuch auf einen anderen Tag verschoben haben. Die Zeit war voran geschritten und zeigte mittlerweile 19 Uhr. Für uns hieß es jetzt nur noch auf zum Campground.

GPS: 38.687110, -109.536979

Devils Garden Campground

Devils Garden Campground

Zurück auf der Haupstraße folgten wir dem Scenic Drive bis dieser beim Devil Garden endet. Hier befindet sich auch der gleichnamige Campground, auf dem ich ca. ein halbes Jahr vorher eine Site reserviert habe.

Infos Devils Garden Campground

Der Devils Garden Campground ist der einzigste Campground im Arches National Park. Er sollte bereits im Vorfeld reserviert sein, gerade wenn man zu so später Zeit anrollt wie wir. Wer keinen Platz hat muss aus dem National Park komplett wieder rausfahren und sich im Bereich Moab was suchen. Wer hier bleibt, muss dafür allerdings auf Annehmlichkeiten wie Wasser und Strom verzichten. Es gibt aber eine zentrale Wasserstelle wo Eimer und Flaschen befüllt werden können. Nur Schläuche können nicht angeschlossen werden, die Amerikaner haben praktischerweise einfach die Gewinde vom Wasserhahn abgefeilt. Der Wassertank sollte demnach voll gefüllt sein und die Grau- und Schwarzwassertanks abgelassen sein. Zur Stromversorgung kann man zwar den Generator benutzen, allerdings hört sich dieser an wie ein lauter Rasenmäher. Wer also nicht den Unmut der anderen Besucher auf sich ziehen möchte, sollte auf diese Maßnahme verzichten. Wer dennoch die Zeltplatzidylle stören möchte, muss sich an spezielle Zeiten halten, wo diese Geräte betrieben werden dürfen. Ausreichend Ersatzakkus sind hier Gold wert.

Am Eingang des Campgrounds konnten wir bereits gut lesbar das Schild “Campground Full” erkennen. Wir hielten am Häuschen vom Campground Host um uns anzumelden. Jetzt wurde es spannend, ob der ältere Herr mit nicht mehr allen Zähnen im Mund von unserer Reservierung wusste oder nicht. Nach etwas suchen kam er mit einem Zettel, wo tatsächlich mein Name mit den richtigen An- und Abreisezeiten drauf gekrackelt war. Das muss man den Amerikanern lassen, das Reservierungssystem klappt hervoragend. Wie immer bekamen wir eine kurze Einweisung in die Örtlichkeiten und Verhaltensweisen bevor wir unsere Site für die nächsten zwei Nächte in Beschlag genommen haben. Der Campground selber ist malerisch zwischen den aufragenden rundgeschliffenen Felsen gelegen. Die einzelnen Plätze haben einen so großen Abstand zueinander, was ein Gefühl der Ungestörtheit aufkommen lässt. Unsere Site mit der Nummer 46 hatte sogar einen eigenen kleinen Slot-Canyon. Ich behaupte hier einfach mal, dass es kein anderer Campground um Moab mit der malerischen Lage von Devils Garden aufnehmen kann.

GPS: 38.780411, -109.591460